Projekt
St. Gallen
2016
Urs Etter, ehem. Leiter der öffentlichen Beleuchtung, hat in St. Gallen eine Reihe wegweisender Projekte begleitet, die als Beispiel für die Optimierung von Beleuchtungssystemen in Gemeinden und Städten dienen. Diese Projekte zeigen, wie durch den Einsatz moderner Technologien wie LED-Beleuchtung und intelligente Steuerungssysteme nicht nur erhebliche Einsparungen erzielt, sondern auch die Umweltbelastungen reduziert und die Sicherheit der Bürger erhöht werden können.
Obwohl es sich bei den folgenden Projekten um spezifische Beispiele handelt, können ähnliche Lösungen auf Ihre Gemeinde oder Stadt zugeschnitten werden.
Das erste bedeutende LED-Projekt in der Schweiz wurde 2009 in St. Gallen umgesetzt. Die Stadtwerke St. Gallen installierten 30 moderne LED-Leuchten entlang der Geissbergstrasse, einer Hauptverkehrsachse mit rund 13.000 Fahrzeugen pro Tag. Ziel war es, die Normvorgaben für Straßenbeleuchtung zu erfüllen und dabei die Vorteile der LED-Technologie zu nutzen. Die LEDs überzeugen durch ihre lange Lebensdauer, den geringen Energieverbrauch und die minimalen Lichtemissionen.
Die Erkenntnisse aus diesem Projekt, besonders in Bezug auf die Dimmbarkeit und die schnellen Ein-/Ausschaltmöglichkeiten, waren von grundlegender Bedeutung für die Weiterentwicklung und Optimierung späterer Beleuchtungsprojekte.
Ein weiterer Meilenstein war die Installation der ersten volldynamischen Straßenbeleuchtung der Schweiz an der Hüttenwiesstrasse. Hier wurde ein intelligentes System eingeführt, das auf Bewegungsdetektoren basiert. Diese Beleuchtungstechnologie reagiert dynamisch auf den Verkehr – sowohl Fußgänger als auch Fahrzeuge werden erfasst, und die Lichtstärke wird je nach Bedarf erhöht oder reduziert.
Dies führte nicht nur zu einer deutlichen Reduzierung der Lichtemissionen, sondern auch zu einer signifikanten Erhöhung der Energieeinsparung im Vergleich zu herkömmlichen LED-Systemen. Diese Lösung eignet sich besonders gut für verkehrsärmere Strassen und Wohnquartiere.
Im Jahr 2014 wurde in der Demutstrasse ein weiteres intelligentes Beleuchtungssystem eingeführt. Hier kamen Detektoren der zweiten Generation zum Einsatz, die in der Lage sind, zwischen verschiedenen Verkehrsteilnehmern (z. B. Fußgängern und Fahrzeugen) zu unterscheiden. Das System dimmt das Licht auf 30 % bei Fussgängern und auf 100 % bei Fahrzeugen und kehrt anschließend in den Ruhemodus zurück, wenn die Straße leer ist.
Dieses Projekt reduzierte den Stromverbrauch von 5400 kWh/a auf 1000 kWh/a und setzte somit neue Massstäbe in der Energieeffizienz und der Minimierung von Lichtemissionen. Es ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie auch in naturnahen und sensiblen Bereichen nachhaltige Beleuchtungslösungen implementiert werden können.
Dank der positiven Erfahrungen in St. Gallen wurde diese innovative Beleuchtungstechnologie auch in der Nachbargemeinde Wittenbach an der Erlackerstrasse eingeführt. Die volldynamische Beleuchtung sorgt dafür, dass das Licht nur dann auf volle Leistung schaltet, wenn es wirklich gebraucht wird. Dieses System reduziert die Energiekosten und die Lichtverschmutzung und wird von den Anwohnern sehr geschätzt.
Diese Projekte sind exemplarisch für die zahlreichen Möglichkeiten, wie Gemeinden und Städte durch den Einsatz moderner Beleuchtungstechnologien Energie sparen, Kosten senken und gleichzeitig die Lebensqualität ihrer Bürger verbessern können. Urs Etter und sein Team bieten spezialisierte Beratung und Unterstützung an, um Gemeinden bei der Planung, Implementierung und Optimierung solcher Systeme zu begleiten.